Gestern ist unsere ehemalige Schülerin Svenja Matuschke wieder nach Singapur geflogen. Dort hat sie erst vor Kurzem selbst an der John Locke Summer School teilgenommen. Nun kehrt sie zurück – diesmal als Intern.

Vom 20. bis 27. Juni wird sie das Organisationsteam unterstützen und sich um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kümmern. Sie hilft bei Aktivitäten, bereitet Räume für Vorträge vor, stellt Laptops für die Referierenden bereit und macht Fotos für die sozialen Medien. Vor allem aber ist sie für die Schülerinnen und Schüler da, wenn sie Fragen haben oder vielleicht sogar einmal Heimweh bekommen.

Alles begann mit der John Locke Essay Competition. Eigentlich wollte Svenja zunächst etwas für ihr Englisch tun. Also nahm sie am Wettbewerb teil und schrieb Essays zu anspruchsvollen Themen. Insgesamt verfasste sie in zwei Jahren drei Essays, von denen zwei auf die Shortlist kamen. Damit gehörte sie zu den besten Teilnehmerinnen ihrer Kategorie.

Besonders überrascht habe sie damals, „dass ich offenbar doch so gut war“. Die Erfolge stärkten ihr Selbstvertrauen und führten sogar zu einer Einladung zur Preisverleihung nach London. Diese Reise war für Svenja etwas ganz Besonderes. Schließlich hatte sie früher Angst vor dem Fliegen.

Nach dem Wettbewerb nahm sie selbst an der Summer School in Singapur teil. Dort traf sie Jugendliche aus vielen verschiedenen Ländern und beschäftigte sich mit spannenden Fragen aus Philosophie, Politik und anderen Fachgebieten. Besonders die Diskussionen über große Fragen des Lebens blieben ihr in Erinnerung. Auch die Stadt selbst hat sie begeistert. „Die ganze Stadt ist ein schöner Ort“, erzählt sie.

Durch die Teilnahme lernte Svenja, Quellen kritisch zu prüfen und wissenschaftlicher zu arbeiten. Gleichzeitig wurde sie sicherer darin, auf neue Menschen zuzugehen und andere Sichtweisen kennenzulernen. Ein Gedanke, der am John Locke Institute oft betont wird, lautet „Listen generously“ – also anderen aufmerksam zuzuhören und ihre Sichtweise ernst zu nehmen, bevor man urteilt.

Jetzt kehrt Svenja an den Ort zurück, an dem sie selbst so viele Erfahrungen gesammelt hat. Dass sie diesmal Verantwortung für andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer übernehmen darf, findet sie einerseits etwas ungewohnt, andererseits aber auch sehr cool. Schließlich ist es gar nicht so einfach, als Intern ausgewählt zu werden.

Für alle Schülerinnen und Schüler, die selbst einmal an der John Locke Essay Competition teilnehmen möchten, hat Svenja einen einfachen Rat: Die Fragen früh lesen, sich Zeit zum Nachdenken nehmen und das Thema wählen, das einen wirklich interessiert. Man müsse nicht sofort alles perfekt können. „Einfach ausprobieren – es lohnt sich.“

verfasst mit Unterstützung von Lena und Mats, Kl.5

Foto: Svenja Matuschke