Vom 23. bis 28. Juni 2026 findet in Rumänien die Europameisterschaft im Kanumarathon statt. Mit dabei sind drei Schülerinnen des Max-Steenbeck-Gymnasiums Cottbus: Zoe aus der Klasse 8.1, Jette aus der Klasse 8.2 und Lucie aus dem 11. Jahrgang.

Für Zoe und Jette begann der Weg zur Europameisterschaft bei den Deutschen Meisterschaften. Um sich für die EM zu qualifizieren, traten sie gemeinsam im Zweierkanu sogar zwei Altersklassen höher an. Trotz der starken Konkurrenz gelang ihnen ein großer Erfolg: Sie belegten den ersten Platz und qualifizierten sich damit für die Europameisterschaft in Rumänien.

Auch Lucie konnte bei den Deutschen Meisterschaften überzeugen. Im Kajak-Einer erreichte sie den zweiten Platz und lag nur neun Sekunden hinter der Siegerin. Da der Abstand zur Erstplatzierten so gering war, wurde sie ebenfalls für die Europameisterschaft nominiert. Im Kajak-Zweier gewann sie sogar den deutschen Meistertitel. Kurz vor dem Wettkampf musste jedoch umgeplant werden, weil ihre eigentliche Partnerin krank geworden war. Gemeinsam mit Zoe bildete sie daraufhin ein neues Team. Das Boot musste dafür noch umgebaut werden – mit Erfolg: Die beiden gewannen ihr Rennen.

Die Freude über die Qualifikation war bei allen drei Schülerinnen groß. Besonders aufregend war der Moment, als Zoe und Jette von ihren Eltern erfuhren, dass sie tatsächlich bei der Europameisterschaft starten dürfen. Auch Lucie freute sich sehr über ihre Nominierung. „Ich war schon stolz auf mich“, erzählt sie.

Die drei Schülerinnen trainieren häufig die 19-Kilometer-Strecke im Zweierkanu, die sie auch bei der Europameisterschaft absolvieren werden. Sie trainieren etwa sechsmal pro Woche. Neben dem Paddeln im Einer und Zweier stehen Krafttraining, Rennsituationen und Portagen auf dem Trainingsplan. Dabei steigen die Kanutinnen während des Rennens aus dem Boot aus, tragen es ein Stück und setzen anschließend ihre Fahrt fort. 

Bei der Europameisterschaft wird Lucie sowohl über 3,6 Kilometer im Kajak-Einer als auch über 19 Kilometer im Kajak-Zweier an den Start gehen.

Nach der Anreise nach Rumänien bleibt nicht viel Zeit zum Ausruhen. Zunächst müssen sich die Teilnehmerinnen an das Wetter gewöhnen, die Boote vorbereiten und einige Trainingseinheiten auf der Wettkampfstrecke absolvieren. „Man muss sich an das Wetter gewöhnen, einfahren und die Boote vorbereiten“, berichtet Lucie. Anschließend steht an jedem Wettkampftag ein Rennen auf dem Programm.

Für Zoe und Jette steht bei ihrer ersten Europameisterschaft vor allem das Sammeln von Erfahrungen im Vordergrund. Beide sind aufgeregt, machen sich aber keinen besonderen Druck, da sie gegen ältere Teilnehmerinnen antreten. Ihr Ziel ist es, die Wettkämpfe erfolgreich zu meistern und möglichst viele Erfahrungen auf internationaler Ebene zu sammeln.

Auch Lucie blickt gespannt auf die Europameisterschaft. Besonders aufregend ist für sie, dass sie erstmals allein in einem internationalen Wettkampf an den Start geht. Eine Medaille zu gewinnen wird angesichts der starken Konkurrenz nicht einfach. Ihr Ziel ist es deshalb, sich im Teilnehmerfeld gut zu platzieren und zu den besten zwei Dritteln zu gehören. Damit könnte sie sich für die Weltmeisterschaft qualifizieren, die im Oktober 2026 in Argentinien stattfinden soll.

Alle drei Schülerinnen freuen sich auf die Wettkämpfe in Rumänien und darauf, das Max-Steenbeck-Gymnasium auf internationaler Bühne zu vertreten. Die Schulgemeinschaft drückt Zoe, Jette und Lucie die Daumen und wünscht ihnen viel Erfolg.

verfasst unter Mitarbeit von Ella und Emilia, Klasse 5