Paula ist 19 Jahre alt. Vor Kurzem war sie bei uns an der Schule zu Gast und berichtete von ihren Erfahrungen im Ausland. Bis zur 10. Klasse besuchte sie das Max-Steenbeck-Gymnasium. Für die 11. und 12. Klasse entschied sie sich dann für einen Schulwechsel ins Ausland und nahm am Austauschprogramm der United World Colleges (UWC) teil.
Die United World Colleges sind ein internationales Schulnetzwerk mit derzeit 18 Colleges auf vier Kontinenten. Schülerinnen und Schüler aus über 150 Nationen lernen dort gemeinsam. Ziel der Organisation ist es, durch gemeinsames Lernen und Zusammenleben internationales Verständnis und Verantwortung zu fördern.
Je nach Standort können die Schulgebühren für beide Jahre, also die 11. und 12. Klasse, zwischen etwa 45.000 und 160.000 US-Dollar liegen. Viele Schülerinnen und Schüler erhalten jedoch Stipendien.
Am UWC absolvieren die Jugendlichen das sogenannte International Baccalaureate (IB). Dieses wird von der International Baccalaureate organisiert und ist ein international anerkannter Schulabschluss. Der Unterricht findet auf Englisch statt. Insgesamt belegen die Schülerinnen und Schüler sechs Fächer sowie zusätzliche verpflichtende Bestandteile wie ein Extended Essay und das sogenannte CAS-Programm (Creativity, Activity, Service).
Die Abschlussprüfungen werden im Mai geschrieben. Insgesamt können bis zu 45 Punkte erreicht werden. Mit 42 Punkten entspricht der Abschluss in etwa einem Abiturdurchschnitt von 1,0.
Paula beschreibt die Zeit als prägend. Ein Schulwechsel ins Ausland bedeutet, selbstständiger zu werden und neue Menschen kennenzulernen. Gleichzeitig ist man weit von Familie und Freunden entfernt. Der Leistungsdruck und das Leben im Internat können auch herausfordernd sein.
Neben dem Unterricht gibt es an den Colleges viele gemeinsame Aktivitäten und kulturelle Veranstaltungen. Besonders in Erinnerung geblieben ist Paula das Holi-Fest, das „Fest der Farben“, das meist Anfang März gefeiert wird.
Für Paula waren die zwei Jahre am UWC eine besondere Erfahrung, schulisch wie persönlich.
verfasst von Miriam, Kl. 9






